Beziehung.

Das war eine schwere Geburt mit diesem Blog!!! Doch nun ist meine Schreibblockade vorbei! Juchuh! Ich habe mal eine Freundin von mir gefragt, wie kann ich ein solches Thema wählen, wenn ich noch nicht mal eine eigene funktionierende Beziehung habe? Sie sagte mir, dass dies überhaupt nicht wichtig sei, schreibe doch einfach über deine Sicht, darüber was du über Beziehung denkst! So also, hier nun meine eigene Sicht der Dinge!

Wann hat frau denn eine Beziehung? Wie sieht eine Beziehung überhaupt aus? Oder, wie sollte eine Beziehung denn aussehen?

 

Die meisten von uns haben das klassische Bild im Kopf: Heiraten, Haus bauen, Baum pflanzen, einen Sohn zeugen. Jetzt erst mal völlig wertfrei! Das Problem ist aber, das Ding mit dieser Idee von einer Beziehung habe ich schon ausprobiert, es hat für mich nicht funktioniert. Und wenn ich mich so um schaue, funktioniert es für die meisten nicht. Also was ist denn statt dessen möglich?

 

Ein einziges Mal in diesem Leben, habe ich eine Vorstellung davon bekommen, wie es sein kann eine liebevolle, wundervolle Beziehung zu haben. Dazu musste ich erst 51 Jahre alt werden! Er war das 4. Größte, was mir dieses Leben beschert hat. Leider ist er nach einem Jahr an Krebs verstorben. Traurig, ja. Allerdings ist es so, dass ich weiß, dass er mir das größte Geschenk gemacht hat, dem man einem Menschen machen kann, nämlich erkennen was eine wirklich gute Beziehung ausmacht!

 

Dumm jetzt, weil das muss erst mal einer toppen! :-D

 

So, also was war das? Ich muss noch mal erklären, mein Liebster, war nicht in meiner Nähe, oder hat im selben Ort gewohnt! Es haben uns 650 km getrennt. Dennoch war ich noch nie einem Menschen so nahe, wie ihm!

Warum? Dazu muss ich noch einige Fakten aufzeigen.

Womit wir jetzt zu der Theorie kommen:

Dain Heer, von "Access Consciousness" (<-wörtlich übersetzt: Zugang zum Bewusstsein) hat in seinem Buch "Sei du selbst und verändere die Welt" folgendes beschrieben:

Eine gute Beziehung sollte zunächst folgende Kriterien aufweisen:

Ehre, Vertrauen, Erlauben, Verletzlichkeit und Dankbarkeit.

 

Ach herrje!!! Was heißt denn das schon wieder???

 

Ehre! Ich zitiere: "Ehre heißt, dich selbst und auch deinen Partner zu ehren. Ehren bedeutet, jemanden mit Achtung zu behandeln. In jeder Hinsicht. Immer!"

Meiner Ansicht nach heißt das, so sein zu können wie ich bin! Ich brauchen nichts zu tun, nichts verändern und nichts zu lernen! Ich bin, so wie ich bin, völlig in Ordnung! Und das erkennt mein Gegenüber an, ohne wenn und aber.

 

Vertrauen!

Ich zitiere: "Die meisten Menschen meinen, Vertrauen heißt blinder Glaube. Das stimmt jedoch nicht. Viele Menschen, die in einer Beziehung leben, haben die Einstellung: Na ja, ich weiß, dass er vorher Alkoholiker war, aber wenn er mit mir in einer Beziehung ist und merkt, wie sehr ich ihn liebe, vertraue ich darauf, dass er aufhört.

Du kannst vielmehr darauf vertrauen, dass die Person genau so bleiben wird, wie du sie kennengelernt hast."

Stimmt. Meinen Freund konnte ich immer und zu jeder Zeit anrufen, komischer Weise war er dann immer daheim und am Telefon. Er zeigte sich mir als eine verlässliche und beständige Person, das blieb er bis zum Schluss.

 

Erlauben! 

Kennst du das, du lernst einen Menschen kennen...alles toll, dann gibt es eine Ungereimtheit, was machst du? Es ist dir in diesem Moment klar, dass du schon für diese Sache einiges aufgeben musst, oder? Ich zitiere: "Du bist zu Hause und dein wirklich schnuckeliger Freund fährt vor. Er sitzt in einem winzig kleinem Auto, etwa einem Mini-Cooper. Nach einem süßen kleinen Hupen sagt er: Hey, wie geht es dir? Komm, komm doch...willst du nicht eine Beziehung mit mir? Du antwortest: Oh mein Gott, du bist so süß, noch dazu in diesem niedlichen kleinen Auto! Ich kann es kaum abwarten, ja, lass uns anfangen!"

 

Was passiert jetzt?

 

Ich zitiere: "Ihr düst los. Er sitzt natürlich am Steuer, weil es sein Leben ist - und du gehst mit ihm eine Beziehung ein. Deshalb kletterst du auch auf den Beifahrersitz, wo du auch hingehörst. Du faltest dich ins Auto uns stellst plötzlich fest, das es für deine langen Beine zu klein ist....also schneidest du sie einfach ab....."

Wer kennt das?

 

Ich glaube, dass erlauben ist, dass der Mann, der mich wirklich liebt niemals dies zulassen würde mich neben ihm klein zu machen. Er würde mir erlauben zu sein wie ich bin. Ich müsste mir keine Extremitäten abschneiden, nur um ihm zu gefallen. Nein, im Gegenteil, er wird mir helfen zu wachsen und mehr noch, er wird mich so sein lassen wie ich bin...einfach, so wie ich bin. Ohne wenn und aber.

 

Dankbarkeit!

Ich zitiere: "Denk an jemanden, von dem du sagst, dass du ihn/sie liebst. Bleib einen Moment in diesem Gefühl....jetzt  versuche statt dessen, Dankbarkeit für diese Person zu empfinden. Schwer? Leicht? Ist dir aufgefallen, dass du gleichzeitig in der Liebe und in der Bewertung sein kannst (...) Du brauchst nur länger als 10 Sekunden mit jemandem zusammen sein, schon geht die gegenseitige Bewertung los. Deshalb fühlst du dich immer abgetrennter von deinem Partner, je länger du mit ihm zusammen bist. Du baust Mauern aus Werturteilen um dich herum, dein Partner baut auch Mauern aus Werturteilen auf und nahe kommt ihr euch dann nur bis zur Grenze eurer Mauern."

 

Ich weiß, es ist schwer für jemanden Dankbarkeit zu empfinden, der dich gerade falsch macht! Oder gar dich auch noch dazu für alles verantwortlich macht was passiert, oder auch nicht passiert. Ich übe noch! Ich denke manchmal, vielleicht sollten wir uns zunächst mal darin üben, uns selbst dankbar zu sein! Für das was wir bis jetzt geschafft haben und erschaffen haben. Weil zu aller erst haben wir ja schließlich eine Beziehung auch mit uns selbst! Und ganz wichtig ist es aufhören uns selbst zu beurteilen, oder uns verurteilen! Dadurch wird es um einiges leichter dem Gegenüber wertfreier zu begegnen. Was wäre, wenn dann alles nur eine interessante Ansicht wäre?

 

Verletzlichkeit!

Ich zitiere: "Verletzlichkeit ist wie eine offene Wunde. In diesem Zustand hast du keine Mauern gegenüber dem Verhalten des anderen, gegenüber dir selbst und musst keinem irgendetwas beweisen. Du kannst einfach nur da sein, Du sein."

 

Das ist jetzt heikel, gell? Wir haben gelernt, bloß nicht verletzbar zu sein! Keine zu zeigen und keine zulassen. Was bedeutet, dass es ganz, ganz schlecht ist für uns. Das ist das, was wir gelernt haben. Ist das wirklich so? Können wir uns gegen Verletzungen wirklich schützen? Was passiert wenn wir verletzt werden? Wir ziehen uns zusammen, werden innerlich klein, wir atmen ganz flach. Wir sind damit beschäftigt, die Löcher die in unseren Mauern (offensichtlich) sind zu stopfen, so gut es geht und werden immer kleiner es wird alles sehr schwer. Das alles kostet fürchterlich viel Kraft und Energie!

Ich kenne solche Situationen sehr gut! Auch mir ging es früher nicht anders. Oft ist es mir Wochen und Monate lang sehr schlecht gegangen. Ich habe mich schwer und mutlos gefühlt. Mein Tagewerk zu verrichten war eine Tortur!

Es gibt eine Übung, die auch gemacht werden kann wenn keine schwerwiegende Ereignisse passieren:

Bevor du in eine fette Depression verfällst, halte einen Augenblick inne! Setze dich gerade auf einen Stuhl, stelle deine Füße auf den Boden, richte deine Wirbelsäule auf, Kinn leicht zum Brustkorb hin, lege deine Hände locker auf deine Oberschenkel. 

Jetzt atme ein paar mal tief ein und aus, in den Bauch hinein. Mach dich innerlich groß!

Wenn du so weit bist, frage dich: Was ist das schlimmste was mir passieren kann? Muss ich deshalb sterben?

Danach darfst du weinen, aber es wird eine andere Qualität haben!

 

So, wie sieht nun das Thema Verletzlichkeit oder verletzlich sein und bleiben jetzt für dich aus?

 

Fazit

Ich meine, wenn wir diese 5 Elemente in einer Beziehung mit einbeziehen, uns dieser Dinge einfach bewusster werden würden, könnten wir uns viel unangenehme Erfahrungen ersparen. Scheidungen würden rapide sinken! Falls eine Scheidung doch Thema wird, würden keine Rosenkriege mehr statt finden!

Dazu auch Beziehungsmodelle. Es gibt nicht nur das einzig wahre Beziehungsmodell!

Wie sollten die äußerlichen Rahmenbedingungen einer Beziehung aussehen? Müssen wir immer zusammenziehen? Ich habe schon von Paaren gehört, die über Kontinente hinweg eine glückliche Beziehung führen. Gut, das ist für mich jetzt nicht so angesagt, aber das soll es geben! Manche sehen sich nur am Wochenende! 

Es gibt offene Beziehungen, da wo beide machen können was sie wollen. Hm, nicht mein Ding!

Dann gibt es, seid neuerdings, diese Mingle-Beziehung! Aha! Was ist das? Eine neue Wortschöpfung aus Mixed und Single! Also hier gehen die Paare eine Beziehung ein und doch nicht. Sie besuchen sich gegenseitig haben Sex miteinander, aber erzählen sich schon von ihrem Tag, kuscheln auf dem Sofa, gehen ins Kino oder kochen zusammen, aber gehen keine tieferen Verpflichtungen miteinander ein. Geht das überhaupt, keine Verpflichtungen miteinander ein gehen? Haben wir nicht immer eine gewisse Verantwortung für den anderen, egal wie das Beziehungsmodell aussieht?

Wie dem auch sei, das sollte jeder für sich selbst herausfinden!

 

Ich weiß noch nicht, wo mich mein Weg hinführt. Aber eines ist sicher, es ist und bleibt spannend! ;-)

 

In diesem Sinne, herzlichst eure

Sabine

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das war eine schwere Geburt mit diesem Blog!!! Doch nun ist meine Schreibblockade vorbei! Juchuh! Ich habe mal eine Freundin von mir gefragt, wie kann ich ein solches Thema wählen, wenn ich noch nicht mal eine eigene funktionierende Beziehung habe? Sie sagte mir, dass dies überhaupt nicht wichtig sei, schreibe doch einfach über deine Sicht, darüber was du über Beziehung denkst! So also, hier nun meine eigene Sicht der Dinge!

Wann hat frau denn eine Beziehung? Wie sieht eine Beziehung überhaupt aus? Oder, wie sollte eine Beziehung denn aussehen?

 

Die meisten von uns haben das klassische Bild im Kopf: Heiraten, Haus bauen, Baum pflanzen, einen Sohn zeugen. Jetzt erst mal völlig wertfrei! Das Problem ist aber, das Ding mit dieser Idee von einer Beziehung habe ich schon ausprobiert, es hat für mich nicht funktioniert. Und wenn ich mich so um schaue, funktioniert es für die meisten nicht. Also was ist denn statt dessen möglich?

 

Ein einziges Mal in diesem Leben, habe ich eine Vorstellung davon bekommen, wie es sein kann eine liebevolle, wundervolle Beziehung zu haben. Dazu musste ich erst 51 Jahre alt werden! Er war das 4. Größte, was mir dieses Leben beschert hat. Leider ist er nach einem Jahr an Krebs verstorben. Traurig, ja. Allerdings ist es so, dass ich weiß, dass er mir das größte Geschenk gemacht hat, dem man einem Menschen machen kann, nämlich erkennen was eine wirklich gute Beziehung ausmacht!

 

Dumm jetzt, weil das muss erst mal einer toppen! :-D

 

So, also was war das? Ich muss noch mal erklären, mein Liebster, war nicht in meiner Nähe, oder hat im selben Ort gewohnt! Es haben uns 650 km getrennt. Dennoch war ich noch nie einem Menschen so nahe, wie ihm!

Warum? Dazu muss ich noch einige Fakten aufzeigen.

Womit wir jetzt zu der Theorie kommen:

Dain Heer, von "Access Consciousness" (<-wörtlich übersetzt: Zugang zum Bewusstsein) hat in seinem Buch "Sei du selbst und verändere die Welt" folgendes beschrieben:

Eine gute Beziehung sollte zunächst folgende Kriterien aufweisen:

Ehre, Vertrauen, Erlauben, Verletzlichkeit und Dankbarkeit.

 

Ach herrje!!! Was heißt denn das schon wieder???

 

Ehre! Ich zitiere: "Ehre heißt, dich selbst und auch deinen Partner zu ehren. Ehren bedeutet, jemanden mit Achtung zu behandeln. In jeder Hinsicht. Immer!"

Meiner Ansicht nach heißt das, so sein zu können wie ich bin! Ich brauchen nichts zu tun, nichts verändern und nichts zu lernen! Ich bin, so wie ich bin, völlig in Ordnung! Und das erkennt mein Gegenüber an, ohne wenn und aber.

 

Vertrauen!

Ich zitiere: "Die meisten Menschen meinen, Vertrauen heißt blinder Glaube. Das stimmt jedoch nicht. Viele Menschen, die in einer Beziehung leben, haben die Einstellung: Na ja, ich weiß, dass er vorher Alkoholiker war, aber wenn er mit mir in einer Beziehung ist und merkt, wie sehr ich ihn liebe, vertraue ich darauf, dass er aufhört.

Du kannst vielmehr darauf vertrauen, dass die Person genau so bleiben wird, wie du sie kennengelernt hast."

Stimmt. Meinen Freund konnte ich immer und zu jeder Zeit anrufen, komischer Weise war er dann immer daheim und am Telefon. Er zeigte sich mir als eine verlässliche und beständige Person, das blieb er bis zum Schluss.

 

Erlauben! 

Kennst du das, du lernst einen Menschen kennen...alles toll, dann gibt es eine Ungereimtheit, was machst du? Es ist dir in diesem Moment klar, dass du schon für diese Sache einiges aufgeben musst, oder? Ich zitiere: "Du bist zu Hause und dein wirklich schnuckeliger Freund fährt vor. Er sitzt in einem winzig kleinem Auto, etwa einem Mini-Cooper. Nach einem süßen kleinen Hupen sagt er: Hey, wie geht es dir? Komm, komm doch...willst du nicht eine Beziehung mit mir? Du antwortest: Oh mein Gott, du bist so süß, noch dazu in diesem niedlichen kleinen Auto! Ich kann es kaum abwarten, ja, lass uns anfangen!"

 

Was passiert jetzt?

 

Ich zitiere: "Ihr düst los. Er sitzt natürlich am Steuer, weil es sein Leben ist - und du gehst mit ihm eine Beziehung ein. Deshalb kletterst du auch auf den Beifahrersitz, wo du auch hingehörst. Du faltest dich ins Auto uns stellst plötzlich fest, das es für deine langen Beine zu klein ist....also schneidest du sie einfach ab....."

Wer kennt das?

 

Ich glaube, dass erlauben ist, dass der Mann, der mich wirklich liebt niemals dies zulassen würde mich neben ihm klein zu machen. Er würde mir erlauben zu sein wie ich bin. Ich müsste mir keine Extremitäten abschneiden, nur um ihm zu gefallen. Nein, im Gegenteil, er wird mir helfen zu wachsen und mehr noch, er wird mich so sein lassen wie ich bin...einfach, so wie ich bin. Ohne wenn und aber.

 

Dankbarkeit!

Ich zitiere: "Denk an jemanden, von dem du sagst, dass du ihn/sie liebst. Bleib einen Moment in diesem Gefühl....jetzt  versuche statt dessen, Dankbarkeit für diese Person zu empfinden. Schwer? Leicht? Ist dir aufgefallen, dass du gleichzeitig in der Liebe und in der Bewertung sein kannst (...) Du brauchst nur länger als 10 Sekunden mit jemandem zusammen sein, schon geht die gegenseitige Bewertung los. Deshalb fühlst du dich immer abgetrennter von deinem Partner, je länger du mit ihm zusammen bist. Du baust Mauern aus Werturteilen um dich herum, dein Partner baut auch Mauern aus Werturteilen auf und nahe kommt ihr euch dann nur bis zur Grenze eurer Mauern."

 

Ich weiß, es ist schwer für jemanden Dankbarkeit zu empfinden, der dich gerade falsch macht! Oder gar dich auch noch dazu für alles verantwortlich macht was passiert, oder auch nicht passiert. Ich übe noch! Ich denke manchmal, vielleicht sollten wir uns zunächst mal darin üben, uns selbst dankbar zu sein! Für das was wir bis jetzt geschafft haben und erschaffen haben. Weil zu aller erst haben wir ja schließlich eine Beziehung auch mit uns selbst! Und ganz wichtig ist es aufhören uns selbst zu beurteilen, oder uns verurteilen! Dadurch wird es um einiges leichter dem Gegenüber wertfreier zu begegnen. Was wäre, wenn dann alles nur eine interessante Ansicht wäre?

 

Verletzlichkeit!

Ich zitiere: "Verletzlichkeit ist wie eine offene Wunde. In diesem Zustand hast du keine Mauern gegenüber dem Verhalten des anderen, gegenüber dir selbst und musst keinem irgendetwas beweisen. Du kannst einfach nur da sein, Du sein."

 

Das ist jetzt heikel, gell? Wir haben gelernt, bloß nicht verletzbar zu sein! Keine zu zeigen und keine zulassen. Was bedeutet, dass es ganz, ganz schlecht ist für uns. Das ist das, was wir gelernt haben. Ist das wirklich so? Können wir uns gegen Verletzungen wirklich schützen? Was passiert wenn wir verletzt werden? Wir ziehen uns zusammen, werden innerlich klein, wir atmen ganz flach. Wir sind damit beschäftigt, die Löcher die in unseren Mauern (offensichtlich) sind zu stopfen, so gut es geht und werden immer kleiner es wird alles sehr schwer. Das alles kostet fürchterlich viel Kraft und Energie!

Ich kenne solche Situationen sehr gut! Auch mir ging es früher nicht anders. Oft ist es mir Wochen und Monate lang sehr schlecht gegangen. Ich habe mich schwer und mutlos gefühlt. Mein Tagewerk zu verrichten war eine Tortur!

Es gibt eine Übung, die auch gemacht werden kann wenn keine schwerwiegende Ereignisse passieren:

Bevor du in eine fette Depression verfällst, halte einen Augenblick inne! Setze dich gerade auf einen Stuhl, stelle deine Füße auf den Boden, richte deine Wirbelsäule auf, Kinn leicht zum Brustkorb hin, lege deine Hände locker auf deine Oberschenkel. 

Jetzt atme ein paar mal tief ein und aus, in den Bauch hinein. Mach dich innerlich groß!

Wenn du so weit bist, frage dich: Was ist das schlimmste was mir passieren kann? Muss ich deshalb sterben?

Danach darfst du weinen, aber es wird eine andere Qualität haben!

 

So, wie sieht nun das Thema Verletzlichkeit oder verletzlich sein und bleiben jetzt für dich aus?

 

Fazit

Ich meine, wenn wir diese 5 Elemente in einer Beziehung mit einbeziehen, uns dieser Dinge einfach bewusster werden würden, könnten wir uns viel unangenehme Erfahrungen ersparen. Scheidungen würden rapide sinken! Falls eine Scheidung doch Thema wird, würden keine Rosenkriege mehr statt finden!

Dazu auch Beziehungsmodelle. Es gibt nicht nur das einzig wahre Beziehungsmodell!

Wie sollten die äußerlichen Rahmenbedingungen einer Beziehung aussehen? Müssen wir immer zusammenziehen? Ich habe schon von Paaren gehört, die über Kontinente hinweg eine glückliche Beziehung führen. Gut, das ist für mich jetzt nicht so angesagt, aber das soll es geben! Manche sehen sich nur am Wochenende! 

Es gibt offene Beziehungen, da wo beide machen können was sie wollen. Hm, nicht mein Ding!

Dann gibt es, seid neuerdings, diese Mingle-Beziehung! Aha! Was ist das? Eine neue Wortschöpfung aus Mixed und Single! Also hier gehen die Paare eine Beziehung ein und doch nicht. Sie besuchen sich gegenseitig haben Sex miteinander, aber erzählen sich schon von ihrem Tag, kuscheln auf dem Sofa, gehen ins Kino oder kochen zusammen, aber gehen keine tieferen Verpflichtungen miteinander ein. Geht das überhaupt, keine Verpflichtungen miteinander ein gehen? Haben wir nicht immer eine gewisse Verantwortung für den anderen, egal wie das Beziehungsmodell aussieht?

Wie dem auch sei, das sollte jeder für sich selbst herausfinden!

 

Ich weiß noch nicht, wo mich mein Weg hinführt. Aber eines ist sicher, es ist und bleibt spannend! ;-)

 

In diesem Sinne, herzlichst eure

Sabine